Heckler und Koch

Immer ein Schuss ins Schwarze!
Als weltweit führender Waffenhersteller gilt Heckler und Koch als Produzent hochqualitativer und einsatzspezifischer Handfeuerwaffen für den sportlichen, polizeilichen und militärischen Einsatz. Dabei überzeugt das Produktportfolio durch sein breites Spektrum, in dem sowohl Pistolen und Sportwaffen, als auch Maschinenpistolen, Sturmgewehre und 40mm -Systeme angeboten werden. Heckler und Koch entwickelt und produziert seine Waffen im schwäbischen Oberndorf.

Unternehmensgeschichte

Heckler und Koch ist das indirekte Nachfolgeunternehmen von Mauser.heckler und koch logo
1949 wird die Heckler und Koch GmbH von den ehemaligen Mauser-Mitarbeitern Edmund Heckler (* 2.2.1906 – + 2.7.1960), Theodor Koch (* 13.5.1905 – + 21.10.1976) und Alex Seidel (* 4.7.1909 – + 24.10.1989). Damals stellt das Unternehmen Fahrräder und Ersatzteile für Haushaltsmaschinen her. Noch während der alliierten Besatzung Deutschlands darf die Heckler und Koch GmbH als eines der wenigen deutschen Unternehmen Waffen für die Polizei, den Bundesgrenzschutz sowie alliierte Besatzungstruppen produzieren.

Das Ende des alliierten Rüstungsverbotes und der Beschluss zur Wiederbewaffnung Deutschlands ebnen den Weg zur Gründung der Bundeswehr im Jahr 1955. Ab diesem Zeitpunkt wird Heckler und Koch ein reines Rüstugsunternehmen.

Nach dem 2. Weltkrieg

Bereits 1959 akquiriert Heckler und Koch die Bundeswehr als Kunden und handelt einen Liefervertrag für das neue Sturmgewehr zur Bewaffnung der neuen bundesdeutschen Armee aus. Resultat dieses Geschäftes ist das Heckler und Koch G3 als Standardgewehr der Bundeswehr.

In den 1960er Jahren Heckler und Koch erweitert das Unternehmen seine Marktstellung und entwickelt moderne Waffensysteme wie die Maschinenpistole MP5 und das Sturmgewehr HK33.

Das Unternehmen während der deutschen Hochkonjunktur

In den 1970er Jahren akquiriert das Unternehmen bereits so viele Produktionsaufträge, dass eine Neuorganisation folgen muss. Als Resultat folgt 1974 die Aufteilung in zwei Geschäftsbereiche. So entstehen die beiden Sektionen Sport- und Jagdwaffen sowie Polizei- und Wehrtechnik.

Ab 1980 wird die Produktion diversifizierter. Die Geschäftsfelder der Heckler und Koch GmbH werden in die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Automation und Präzisionstechnik diversifiziert.

Im Jahr 1991 folgt die Übernahme des Unternehmens durch die britische Royal Ordnance, einem Tochterunternehmen von BAE Systems. Der Wechsel des Eigentümers geht mit einer Konzentration des Unternehmens auf seine Kernkompetenz, der Herstellung von Kleinwaffen, einher.

Ebenfalls in den 90er Jahren schreibt das Bundesministerium für Verteidigung die Produktion eines neuen Standardgewehres sowie einer neuen Standardpistole für die Bundeswehr aus. Heckler und Koch gewinnt demzufolge diese Ausschreibung 1994/95 mit dem Sturmgewehr G36 und der Pistole P8.

 

Heckler und Koch G36

 

2002 kehrt das führende Rüstungsunternehmen zu seinen Wurzeln zurück und wird von den privaten Eigentümern Andreas Heeschen und Keith Halsey übernommen. Somit folgt eine strategische Neuausrichtung des Betriebes. Die Produktion wird also wieder diversifiziert und internationalisiert. Daneben wird der Produktionstandort und Hauptsitz in Oberndorf weiter gestärkt.

In einem großen Investitionsprogramm in Höhe von 80 Millionen Euro werden Gebäude, Prduktionsanlagen und Infrastruktur erneuert und ausgebaut. Die IT-Infrastruktur wird modernisiert und die Fertigungskapazitäten um 100% gesteigert. Gleichzeitig wird in Forschung und Entwicklung investiert. Seit 2010 unterhält Heckler und Koch ein neues Ausbildungszentrum am Standort Oberndorf.

Ziel der weiteren Unternehmenstrategie ist somit die Stärkung als weltweit führender Hersteller für Handwaffen. Weiter liegt der Schwerpunkt der Philosophie von Heckler und Koch auf der Herstellung sicherer, präziser und robuster Handfeuerwaffen „Made in Germany“ am Standort im schwäbischen Oberndorf.

Bekannte Waffenmodelle

Heckler und Koch baute und baut herausragende Handfeuerwaffen.
Maßgeblich für den Erfolg des Unternehmens war das in den 1950 zur Marktreife gebrachte Sturmgewehr G3. Das bis heute bei der Bundeswehr und Heeren in aller Welt belibt ist und noch zum Einsatz kommt.

Die Maschinenpistole MP5, entwickelt in den 60er Jahren, hält bis heute den Ruf, eine der besten MPs der Welt zu sein. Sie ist nach wie vor bei vielen Heeren, Polizeien und Sondereinheiten weltweit im Einsatz.

Einen ebenfalls hervorragenden Ruf, trotz des ein oder anderen Skandals der letzten Jahre, geniesst das Sturmgewehr G36. Das Gewehr ist mit seinen Sonderformen ebenfalls bei vielen Einsatzkräften weltweit im tagtäglichen, verlässlichen Einsatz.

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