luftgewehrDas Luftgewehr

Ein Luftgewehr ist ein Gewehr, das ein entsprechendes Geschoss durch die sogenannte Ausdehnung von Gas in komprimierter Form antreibt. Der entscheidende Unterschied zu Feuerwaffen, ist dass das unter Druck stehende Gas hier nicht durch die Treibladungsverbrennung erzeugt wird, sondern vielmehr eine Gasverdichtung in mechanischer Form innerhalb bzw. außerhalb der entsprechenden Waffe verdichtet wird. Hier ist zu beachten, dass auch jegliche Waffen die durch andere Gase als Luft angetrieben werden, diese dann auch zu den sogenannten Druckluftwaffen zählen. Zu der Bereitstellung von den komprimierten Gasen werden hierbei Druckluftwaffen genutzt.

Sie verfügen jedoch im Vergleich zu den sogenannten Handfeuerwaffen über eine fundamental geringere Leistung. Darüber hinaus sind sie auch militärisch nicht wirklich nutzbar. Luftgewehre haben jedoch eine gewisse Schießfertigkeit und sind auch aufgrund der Betriebskosten, die gering sind auch gut als Sportgeräte nutzbar. Der Erwerb von allen Arten von Luftgewehren ist darüber hinaus auch problemlos durchführbar.

Die frühesten Entwürfe stammen aus der zeitlichen Epoche, vom um 250 v. Chr. Die ältesten Modelle stammen von dem Griechen Ktesibios von Alexandria. Als Sportgerät im aktuellen Sinne werden hierbei Luftgewehre im Sinne der Gewehre im Bürgerkrieg in den USA verstanden.
Man unterscheidet bei allen Luftgewehren prinzipiell zwei Hauptarten. Zum einen gibt es das Einzellader-Luftgewehr und zum anderen gibt es das Mehrlader-Luftgewehr.

Die Einzellader

Die Mechanik der Einzellader-Luftgewehre ist recht simpel. Es verschießt in seiner Funktionsweise, wie bei anderen Einzellader Waffen, dem das System zugeführte Munition oder auch die entsprechenden Geschosse. Ein Einzellader-Luftgewehr gibt es in unterschiedlichen Systemaufführungen. Man unterscheidet hierbei Federgespannte Systeme, Systeme mit vorkomprimierter Luft sowie Gasbetriebene Systeme.

Federgespannte Systeme bei Luftgewehren

Federgespannte Systeme bei einem Luftgewehr zeichnen sich dadurch aus, dass beim Abdrücken Druckluft durch einen sogenannten Druckluftkolben erzeugt wird. Es gibt hierbei Schwenklaufsysteme, Kipplaufsysteme, Starre Systeme mit einem Schwenkhebelspanner, Starre Systeme mit einem Unterhebelspanner, Starre Systeme mit einem Unterhebelspanner, Starre Systeme mit einem Repetierspannhebel.

  • Systeme mit vorkomprimierter Luft bei einem Luftgewehr
  • Bei Systemen mit vorkomprimierter Luft bei einem Luftgewehr wird hochkomprimierte Luft via Kartuschen zugeführt.
  • Gasbetriebene Systeme bei einem Luftgewehr
  • Bei Gasbetriebenen Systemen bei einem Luftgewehr werden komprimierte Gase, meist durch CO2 durch eine soegnannte Kartusche zugeführt.

Hierbei ist allen Systemen gleich, dass das in diesem Sinne zu verschießende Geschoss, das bei einem Luftgewehr genutzt wird, einzeln in das System zugeführt wird. Bei sogenannten präzisen Luftgewehren werden die Geschosse von Hand manuell in das System eingelegt und auch bei sogenannten starren Systemen werden die Geschosse in die Verschlusseinrichtung zugeführt. Bei den sogenannten Kipp- und auch Schwenklaufsystemen wird das Geschoss hierbei auch direkt in einer entsprechenden Vertiefung, die sich am hinteren Laufende befindet, eingelegt. Das wohl bekannteste Einzellader-Luftgewehr ist hierbei das Weihrauch HW 30 M/II.

Das Mehrlader-Luftgewehr

Charakteristisch für ein Mehrlader-Luftgewehr ist, dass es wie auch alternative Mehrlader-Waffen, dem Schusssystem separat zugeführte Munition, oder auch Geschosse, von einem Magazin verschließt. Aufgrund der wiederholenden Zuführung werden die einzelnen Schüsse dann hierbei schneller abgegeben als bei anderen Einzellader-Systemen.
Ein Mehrlader-Luftgewehr kann es in unterschiedlichen Ausführungen geben. Man unterscheidet hierbei Federgespannte Systeme, Starre Systeme mit einem Schwenkhebelspanner oder auch Starre Systeme mit einem Unterhebelspanner. Des Weiteren gibt es die Unterscheidung Systeme mit einer Art vorkomprimierter Luft sowie Gasbetriebene Systeme.

Allen Systemen ist hierbei gleich, dass das im Geschossprozess zu verschießende Geschoss schlicht einzeln dem gesamten System zugeführt werden muss. Diese Abhandlung geschieht im Regelfall mit Hilfe von Ladestiften, die die einzelne Munition aus einem sogenannten Stangenmagazin, Trommelmagazin, oder auch Schüttmagazin in das relevante System befördert.
Ein Mehrlader kann jedoch meist nicht die eigentliche Präzision von einem Einzellader erreichen. Es werden auch hierbei ganz unterschiedliche Systeme der Geschosse genutzt.

Die Waffengesetzgebung in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland sind Druckluftwaffen bis zu einer entsprechenden Mündungsenergie von bis zu 7,5 Joule an Personen ab einem Alter von 18 Jahren auch frei verkäuflich. Dies gilt jedoch nur soweit sie den sogenannten „F-im-Fünfeck“-Stempel haben. Das Führen von einem Luftgewehr in der Öffentlichkeit ist jedoch an einen Waffenschein als Voraussetzung gebunden.
Für einen Waffenerwerb von Luftgewehren ist bei einer Mündungsenergie, die mehr als 7,5 Joule beträgt, im Übrigen laut Waffengesetz eine sogenannte Erwerbsberechtigung notwendig.

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